Baumaßnahmen 2022

Stadtverwaltung informiert über Vorhaben

Die Stadt Glauchau wird sich 2022 weiterhin neuen Baumaßnahmen widmen oder noch zu Ende führende Maßnahmen zum Abschluss bringen. Aus der Hochwasserschadensbeseitigung 2013 beschäftigen uns noch die beiden letzten Bauabschnitte der Oberen Straße in Reinholdshain, die 2022 umzusetzen sind. Die ersten beiden Abschnitte wurden im Jahr 2021 mit der erfolgten Asphaltierung fertig gestellt.

Erste vorbereitende Maßnahmen (Baufeldfreimachung) wurden für die Maßnahme „Park+Ride Parkplatz“ an der Bahnhofstraße/Ecke Gabelsberger Straße ausgeschrieben und vergeben. Im 1. Quartal 2022 soll die Bauhauptleistung vergeben und mit dem Bau begonnen werden. Diese Maßnahme wird innerhalb des Städtebauförderprogramms Scherberg-nördliche Innenstadt gefördert und soll zur Verbesserung der Parkplatzsituation im Umfeld der ÖPNV/SPNV-Schnittstelle Bahnhof Glauchau beitragen.

Auch in der Ortschaft Niederlungwitz soll im Bereich des Kirchgemeindehauses, der Kirche und des Friedhofes auf dem Grundstück des ehemaligen Wohnhauses St.-Petri-Platz 3 eine neue Stellplatzanlage geschaffen werden. In diesem Zusammenhang soll der St.-Petri-Platz attraktiver und barrierearm gestaltet werden. Die Bauausschreibung für diese Maßnahme wird aktuell vorbereitet.

Die Stadt Glauchau hat nach mehreren Versuchen nunmehr im Monat Oktober 2021 einen Zuschlag für Fördermittel nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Ländlichen Entwicklung im Freistaat Sachsen (Förderrichtlinie Ländliche Entwicklung - RL LE/2014) erhalten. Die Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Sachsen finanziell unterstützt. Die Steuermittel werden auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt.

Zu den weiteren Maßnahmen aus dem Förderprogramm Förderrichtlinie Ländliche Entwicklung - RL LE/2014 zählt der 2. Bauabschnitt des Spielplatzes in Voigtlaide. Hierfür sind die vorbereitenden Maßnahmen bereits vergeben und die Bauhauptleistungen sollen im 1. Quartal 2022 beginnen. Auch diese Investition wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Sachsen finanziell unterstützt. Die Steuermittel werden auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt.

Eher überraschend hat die Stadt Glauchau noch Ende 2021 Fördermittelbescheide für Investitionsvorhaben im Straßenbau erhalten. Die Anträge hierzu waren bereits 2018 und 2019 gestellt, jedoch konnten aufgrund der Überzeichnung der Fördertöpfe vorerst keine Zuwendungen in Aussicht gestellt werden. Dank der Unterstützung des Glauchauer Stadtrates und der zusätzlichen Bereitstellung finanzieller Mittel aus dem Haushalt der Stadt Glauchau erreichte die Stadt Glauchau im 4. Quartal 2021 ein Bescheid zum grundhaften Ausbau der Agricolastraße, im Bereich zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße und Schulplatz. Diese Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2022 geplant.

Noch Ende November 2021 wurden zudem zwei weitere Bescheide aus dem Bereich der Förderung für den kommunalen Straßen- und Brückenbau der Stadt zugestellt. Zum einen für den grundhaften Ausbau der Breiten Straße im Stadtteil Wehrdigt und zum anderen für eine Teilinstandsetzung/Böschungssicherung der Ringstraße im Ortsteil Reinholdshain, zwischen Haus-Nr. 41 und Haus-Nr. 45. Beide Maßnahmen sind in der Vorbereitung zur Ausschreibung der Bauleistung, so dass möglichst noch im Sommer 2022 mit dem Bau begonnen werden könnte.

Für den weiteren barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen sind im Jahr 2021 Förderanträge auf Gewährung einer Zuwendung im Rahmen der Sonderförderung „Sachsen barrierefrei 2030“ gestellt worden. Ein Bescheid hierzu steht jedoch noch aus.

Im Bereich der Instandhaltungsmaßnahmen an der städtischen Infrastruktur wird die Stadt Glauchau auch weiterhin bemüht sein, Gehwege im Stadtgebiet auszubauen und teilweise Straßeninstandsetzungen durchzuführen. In den Jahren 2022/2023 besteht die Herausforderung darin, diese Maßnahmen mit dem Breitbandausbau im gesamten Stadtgebiet möglichst gut zu koordinieren und die Baustellen auch mit den Maßnahmen der Versorgungsunternehmen (im wesentlichen Trinkwasser, Abwasser, Strom, Gas, Telekom) abzustimmen.

Im Bereich des Hochbaus stehen ebenfalls einige größere Baumaßnahmen an. Die Vorbereitung der Baumaßnahme für die Instandsetzung und Ausbau der Schule Niederlungwitz laufen auf Hochtouren. Die Maßnahme wird einerseits aus zwei Förderprogrammen und zum anderen durch einen großen Eigenmittelanteil der Stadt Glauchau unterstützt. Die Zuwendungen stammen aus dem Programm SchulInfra sowie aus den Zuwendungen des Sächsischen Investitionskraftstärkungsgesetzes. Diese Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes sowie aus Mitteln des Bundes. Die ehemalige Schule Gesau wird als Ausweichquartier aktuell für das Frühjahr 2022 vorbereitet. Nach dem Umzug der Schüler und Lehrer sollen die ersten Bauleistungen in der Schule Niederlungwitz beginnen.

Auch im Schloss Forderglauchau sind die ersten Ausschreibungen von Bauleistungen in der Schublade. Die Maßnahmen im Schloss werden über das Städtebaufördergebiet „Stadtkern - Lange Vorstadt“ mitfinanziert und sollen ebenfalls im Frühjahr 2022 beginnen. Die erste große Maßnahme wird der Ausbau und die Gestaltung des Schlosshofes Forderglauchau sein.

Aus den Mitteln des Denkmalschutz-Sonderprogramms X der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie Mitteln des Freistaates Sachsen zur Kofinanzierung ist in diesem Jahr die Weiterführung der Instandsetzung des Bismarckturmes Glauchau in Vorbereitung. Auch hier werden die ersten Bauleistungen im Frühjahr beginnen.

Weiterhin erfolgt 2022 der Rückbau von Industriebrachen. Aus dem Förderbereich der Integrierten Brachflächenentwicklung werden Zuwendungen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt, um die Brachen Wilhelmstraße 26/26a sowie 27 zu beseitigen. Im Bereich des ehemaligen FUN-Parks laufen die Arbeiten bereits seit 2021 und werden 2022 fortgesetzt. Auf dem Nachbargrundstück sind ebenfalls erste vorbereitende Arbeiten abgeschlossen und die Ausschreibung der Bauleistung ist in Vorbereitung. Hier sollen ebenfalls im Sommer 2022 die ruinösen Gebäude fallen.